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Die zweitälteste Universität Deutschlands existiert seit 1409 in Leipzig. In "Alma mater lipsiensis" wird heute unterm Motto „Aus Tradition Grenzen überschreiten" studiert und geforscht. Leipziger größte Hochschule hat 25.933 immatrikulierte Studenten (SoSe 2010), 484 Professoren und etwa 3000 Mitarbeiter.


Berühmte Studenten



WER   WAS STUDIERT
Georgius Agricola   (Literatur, Medizin)
Gottfried Wilhelm Leibniz   (Philosophie)
Johann Wolfgang von Goethe   (Rechtswissenschaft, Poetik)
Robert Schumann   (Rechtswissenschaft)
Richard Wagner   (Musik)
Erich Kästner   (Geschichte, Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaft)
Karl Liebknecht   (Rechtswissenschaft, Nationalökonomie, Geschichte, Philosophie)
Angela Merkel   (Physik)
     

Geschichte



Nach Streitigkeiten an der Karls-Universität Prag zogen 1409 viele der dortigen deutschen Lehrkräfte und Studenten nach Leipzig, wo die Artistenfakultät den Lehrbetrieb aufnahm. Die Angehörigen der Universität gehörten nach ihrer Herkunft zu vier verschiedenen "Nationen": der meißnischen, der sächsischen, der bayrischen und der polnischen Nation.
1415 wurde die medizinische, 1446 die juristische Fakultät gegründet.
In den folgenden Jahrhunderten entwickelt sich die Einrichtung stetig weiter und ist zeitweise die größte Universität Deutschlands.
1725 beginnt
Johann Christoph Gottsched als Privatdozent; der spätere Rektor und Professor für Poesie spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte der Uni: Persönlichkeiten wie Lessing, Klopstock und Goethe zieht es nach Leipzig.
1836 wird das neue Hauptgebäude
Augusteum eingeweiht. Es entstand nach Zeichnungen Karl Friedrich Schinkels.
1891 wird die neue Universitätsbibliothek "
Bibliotheca Albertina" eingeweiht.
Bereits 1931 gewinnt der Nationalsozialistische Studentenbund die Wahlen zum Allgemeinen Studentenausschuss, 1933 unterschreiben über 100 Professoren einen Aufruf zur Wahl Adolf Hitlers.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gehörte die Einrichtung zu den 4 "großdeutschen" Universitäten die weiterhin unterrichten dürfen.
Zu Kriegsende waren 60% aller Gebäude und 70% aller Bücher vernichtet.
Am 5. Februar 1946 kommt es zur Wiedereröffnung. 1953 erhält die Universität den Namen "Karl-Marx-Universität Leipzig". 1968 werden das teilbeschädigte Augusteum und die unversehrte
Paulinerkirche gesprengt, um Platz für eine Neubebauung zu machen. Diese entsteht von 1973 bis 1978. Herausragendes Gebäude der Universität wird das Uni-Hochhaus.
Seit 1990 befindet sich die Universität im Umbau; durch die Abgabe des Hochhauses an einen privaten Nutzer hat ein Großteil der Fakultäten neue Gebäude bezogen, die sich auf mehrere Standorte in der Stadt verteilen.
Bis 2009 (600jähriges Jubiläum) soll der innerstädtische Campus neu gestaltet werden. Am 24.März 2004 entschied sich eine Jury für den Entwurf des niederländischen Architekten Erick van Egerat. Die Umbauarbeiten, die insgesamt 104,2 Millionen Euro kosten werden, begannen im Sommer 2004 mit dem Bau der neuen Zentralmensa.
(Quelle: Wikipedia)



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